Wie gebe ich Kindern Medikamente? Praktische Tipps

Tipps und Tricks

Oftmals fällt es Eltern schwer, Ihren Kindern Medikamente zuzuführen: seien es Augentropfen, Zäpfchen oder bittere Säfte.

In erster Linie gilt der Grundsatz, Gewalt ist tabu. Kontaktieren Sie im Zweifel Ihre Apotheke oder den Kinderarzt.
das dortige Personal ist hierfür sensibilisiert und kennt verschiedene Tricks, das Medikament doch noch zu Verabreichen.

Bei Säften eignet sich eine Spritze ohne Nadel, die oft als Dosierungshilfe der Packung beiliegt.
Durch sie ist eine gute Dosierung möglich, und beim ,,spritzen``  hinter die Backenzähne kann man die Geschmackspapillen umgehen.
Wenn das Kind den Geschmack eines Safts oder einer Lutschtablette nicht mag, kennt der Apotheker häufig alternative Präparate mit einem anderen Geschmackszusatz.

Insbesondere wenn kleine Mengen eines Arzneimittels verabreicht werden müssen, ist die Dosierung schwierig.
Nach Rücksprache mit dem Apotheker kann es beispielsweise hilfreich sein, das Arzneimittel gemischt mit Brei oder anderen Lebensmitteln zu verabreichen.
Diese muss das Kind dann jedoch vollständig zu sich nehmen, da es sonst zu Unterdosierungen kommt.
Grundsätzlich ist es ratsam, nach der Medikamenteneinnahme noch ein halbes Glas Wasser zu trinken.

Augenerkrankungen werden bei Kindern besser mit Augentropfen als mit Augensalben behandelt.
Die Tropfen müssen nicht in das offene Auge gegeben werden. Wenn das Kind auf dem Rücken liegt, kann es die Augen schließen und die Tropfen werden in die Augeninnenwinkel gegeben. Durch das Blinzleln verteilen sich die tropfen dann von selbst im Auge.

Die Verabreichung  eines Zäpfchens ist oftmals weder für die Eltern, noch für die Kinder eine einfache Angelegenheit.
Hier hilft es, das Zäpfchen kurz in der Hand zu erwärmen und mit Wasser zu benetzen.

Egal bei welchem Arzneimittel und bei welcher Methode, Geduld ist bei der Verabreichung von Arzneimitteln an Kinder immer gefragt.